Geschäftsbericht 2024

Geschäftsbericht 2024

Finanzlage

Kapitalflussrechnung Konzern(in Mio. €)

 

 

2023

 

2024

Brutto-Cashflow

 

1.057

 

1.269

Mittelveränderung Nettoumlaufvermögen

 

−116

 

−38

Cashflow aus operativer Geschäftstätigkeit

 

941

 

1.231

Cashflow aus investiver Tätigkeit

 

−341

 

−126

Free-Cashflow

 

600

 

1.105

Cashflow aus Finanzierungstätigkeit

 

−492

 

−1.029

Sonstige Veränderungen

 

−55

 

−2

Veränderung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

 

53

 

74

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am 01.01.

 

1.080

 

1.133

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am 31.12.

 

1.133

 

1.207

Der Brutto-Cashflow betrug im Berichtsjahr 1.269 Mio. € und lag damit um 212 Mio. € über dem Wert des Vorjahrs.

Aus der Veränderung des Nettoumlaufvermögens ergab sich ein Mittelabfluss in Höhe von 38 Mio. € (Vorjahr: Mittelabfluss von 116 Mio. €). Dem Anstieg der Vorräte um 98 Mio. € und der Forderungen und sonstigen Vermögenswerte um 219 Mio. € stand der Anstieg der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und kurzfristigen Rückstellungen um 279 Mio. € gegenüber.

Der Mittelabfluss aus investiver Tätigkeit betrug im Berichtsjahr 126 Mio. € (Vorjahr: Mittelabfluss von 341 Mio. €). Den Nettoinvestitionszahlungen für den Verkauf von Wertpapieren in Höhe von 307 Mio. €, Zins- und sonstigen Finanzeinzahlungen in Höhe von 103 Mio. € sowie Einzahlungen aus dem Verkauf von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen in Höhe von 22 Mio. € standen Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte in Höhe von 437 Mio. €, Auszahlungen für Unternehmenserwerbe und sonstige Investitionen in Höhe von 115 Mio. € sowie Auszahlungen für Investitionen in assoziierte Unternehmen und sonstige Beteiligungen in Höhe von 6 Mio. € gegenüber.

Der Free-Cashflow lag mit 1.105 Mio. € um 505 Mio. € über dem Wert des Vorjahrs (Vorjahr: 600 Mio. €). Der Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit belief sich 1.029 Mio. € (Vorjahr: Mittelabfluss von 492 Mio. €) und setzte sich aus der Dividendenauszahlung der Beiersdorf AG in Höhe von 227 Mio. € sowie sonstigen Finanzzu- und abflüssen mit einem Nettobetrag in Höhe von 802 Mio. € zusammen.

Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente erreichten 1.207 Mio. € (Vorjahr: 1.133 Mio. €).

Finanzierung und Liquiditätsvorsorge

Die Absicherung von Währungs-, Zins- und Ausfallrisiken sowie die Anlage der flüssigen Mittel stehen im Zentrum des Finanzmanagements von Beiersdorf. Außerdem ist die Bereitstellung der Liquidität für den Konzern ein vorrangiges Ziel. Art und Umfang der Transaktionen orientieren sich am operativen und finanziellen Grundgeschäft.

Liquide Mittel werden grundsätzlich gehalten als jederzeit verfügbare Bankguthaben bei Banken mit guter bis sehr guter Bonität im Rahmen definierter Counterparty-Limits. Guthaben werden im Wesentlichen in der Landeswährung der jeweiligen Tochtergesellschaft gehalten.

Wir verfolgen eine risikoarme und auf Flexibilität ausgerichtete Anlagepolitik. Hauptziel unserer Wertpapieranlage bleibt die Möglichkeit der kurzfristigen Bereitstellung liquider Mittel für operative Investments und Akquisitionen. Unser durch die Beiersdorf AG gehaltenes Wertpapierportfolio enthält per Jahresende 2024 83,2 % Unternehmensanleihen (Vorjahr: 89,4 %), 3,4 % Staatsanleihen (Vorjahr: 1,4 %), 8,6 % in Geldmarktfonds (Vorjahr: 4,0 %), 2,8 % Aktienfondsanteile (Vorjahr: 3,3 %) und 2,0 % Pfandbriefe (Vorjahr: 2,0 %). Alle Zins-Papiere sind Investment Grade, Aktien sind nur eine kleine Beimischung zu diesem risikoarm investierten und sehr liquiden Portfolio. Für das Geschäftsjahr 2025 sind keine wesentlichen Änderungen in der Anlagepolitik geplant.

Im Jahr 2024 hat Beiersdorf eine gegenüber dem Vorjahr signifikant erhöhte Dividende gezahlt (2024: EUR 1,00 je Aktie; Vorjahr: EUR 0,70 je Aktie). Außerdem haben wir Teile des Cash Flows sowie der vorhandenen finanziellen Mittel für die Durchführung eines Aktienrückkaufprogramms in Höhe von 501 Mio. € verwendet. Die Nutzung von Kreditaufnahmen zur Finanzierung dieser Ausgaben war nicht erforderlich.

Zur Ermittlung des Liquiditätsbedarfs werden Cashflow-Planungen mit Vorschau-Zeitraum bis 12 Monate eingesetzt.

Beiersdorf verzichtet bis auf weiteres auf die Einstufung der Kreditwürdigkeit durch externe Rating-Agenturen. Da wir nur in sehr geringem Maße externe Kredite aufnehmen, betrachten wir eine solche Einstufung nicht als erforderlich. Sollte aus unserer Sicht zukünftig die Einholung einer solchen Einstufung sinnvoll werden, werden wir dies veranlassen. Dies entspräche einer gehobenen Einstufung im anspruchsvollen Investment-Grade-Segment.

Einzelheiten zum Risikomanagement im Finanzbereich finden sich im Konzernanhang („Erläuterungen zur Bilanz“, Anhangangabe 30).

Brutto-Cashflow
Der Brutto-Cashflow stellt den Überschuss der operativen Einnahmen über die operativen Ausgaben vor weiterer Mittelverwendung dar.
Dividende
Die Dividende ist der auf eine einzelne Aktie entfallende Anteil des ausgeschütteten Gewinns einer Aktiengesellschaft.
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