Geschäftsbericht 2024

Geschäftsbericht 2024

30. Zusätzliche Angaben zu Finanzinstrumenten, Finanzrisikomanagement und derivativen Finanzinstrumenten

Die in der nachfolgenden Tabelle gemachten Angaben zu Finanzinstrumenten stellen die Buchwerte und die beizulegenden Zeitwerte der Finanzinstrumente des Konzerns zum 31. Dezember 2023 und zum 31. Dezember 2024 dar:

(in Mio. €)

 

 

Wertansatz Bilanz nach IFRS 9

 

 

2023

 

Buchwert 31.12.

 

Fort-
geführte Anschaf-
fungs­kosten

 

Beizule-
gender
Zeitwert, erfolgs-
neutral

 

Beizule-
gender
Zeitwert,
erfolgs-
wirksam

 

Beizule-
gender
Zeitwert
31.12

Aktiva

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zu fortgeführten Anschaffungskosten (AC)

 

6.320

 

6.320

 

 

 

6.129

Langfristige finanzielle Vermögenswerte

 

27

 

27

 

 

 

27

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

 

1.598

 

1.598

 

 

 

1.598

Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte

 

132

 

132

 

 

 

132

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

 

1.133

 

1.133

 

 

 

1.133

Wertpapiere

 

3.430

 

3.430

 

 

 

3.239

Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert (FVOCI)

 

189

 

 

189

 

 

189

Langfristige finanzielle Vermögenswerte

 

5

 

 

5

 

 

5

Wertpapiere

 

184

 

 

184

 

 

184

Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert (FVPL)

 

292

 

 

 

292

 

292

Langfristige finanzielle Vermögenswerte

 

4

 

 

 

4

 

4

Wertpapiere

 

288

 

 

 

288

 

288

Derivative Finanzinstrumente mit Hedge-Beziehung (DF)2

 

17

 

 

17

 

 

17

Derivative Finanzinstrumente ohne Sicherungsbeziehung (FVPL)2

 

11

 

 

 

11

 

11

Passiva

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Andere finanzielle Verbindlichkeiten (AC)

 

2.472

 

2.472

 

 

 

2.472

Langfristige finanzielle Verbindlichkeiten1

 

2

 

2

 

 

 

2

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

 

2.234

 

2.234

 

 

 

2.234

Andere kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten1

 

236

 

236

 

 

 

236

Derivative Finanzinstrumente mit Hedge-Beziehung (DF)3

 

10

 

 

10

 

 

10

Derivative Finanzinstrumente ohne Sicherungsbeziehung (FVPL)3

 

5

 

 

 

5

 

5

1

Nach Überprüfung der Kategorisierung werden die Leasingverbindlichkeiten nicht mehr in den langfristigen finanziellen Verpflichtungen (Vorjahr: 153 Mio. €) sowie den anderen kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten (Vorjahr: 318 Mio. €) ausgewiesen.

2

Nach Überprüfung der Kategorisierung wurden Marktwerte in Höhe von 8 Mio. € von der Kategorie Derivate Finanzinstrumente mit Hedge-Beziehung (DF) zu Derivate Finanzinstrumente ohne Sicherungsbeziehung (FVPL) umgegliedert.

3

Nach Überprüfung der Kategorisierung wurden Marktwerte in Höhe von 5 Mio. € von der Kategorie Derivate Finanzinstrumente mit Hedge-Beziehung (DF) zu Derivate Finanzinstrumente ohne Sicherungsbeziehung (FVPL) umgegliedert.

(in Mio. €)

 

 

Wertansatz Bilanz nach IFRS 9

 

 

2024

 

Buchwert 31.12.

 

Fortge-
führte Anschaf-
fungs­kosten

 

Beizule-
gender Zeitwert,
erfolgs-
neutral

 

Beizule-
gender Zeitwert,
erfolgs-
wirksam

 

Beizule-
gender
Zeitwert
31.12

Aktiva

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zu fortgeführten Anschaffungskosten (AC)

 

6.134

 

6.134

 

 

 

5.954

Langfristige finanzielle Vermögenswerte

 

24

 

24

 

 

 

24

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

 

1.792

 

1.792

 

 

 

1.792

Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte

 

110

 

110

 

 

 

110

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

 

1.207

 

1.207

 

 

 

1.207

Wertpapiere

 

3.001

 

3.001

 

 

 

2.821

Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert (FVOCI)

 

212

 

 

212

 

 

212

Langfristige finanzielle Vermögenswerte

 

9

 

 

9

 

 

9

Wertpapiere

 

203

 

 

203

 

 

203

Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert (FVPL)

 

426

 

 

 

426

 

426

Langfristige finanzielle Vermögenswerte

 

5

 

 

 

5

 

5

Wertpapiere

 

421

 

 

 

421

 

421

Derivative Finanzinstrumente mit Hedge-Beziehung (DF)

 

13

 

 

13

 

 

13

Derivative Finanzinstrumente ohne Sicherungsbeziehung (FVPL)

 

8

 

 

 

8

 

8

Passiva

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Andere finanzielle Verbindlichkeiten (AC)

 

2.652

 

2.652

 

 

 

2.652

Langfristige finanzielle Verbindlichkeiten

 

 

 

 

 

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

 

2.571

 

2.571

 

 

 

2.571

Andere kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten

 

81

 

81

 

 

 

81

Derivative Finanzinstrumente mit Hedge-Beziehung (DF)

 

26

 

 

26

 

 

26

Derivative Finanzinstrumente ohne Sicherungsbeziehung (FVPL)

 

9

 

 

 

9

 

9

Die folgende Übersicht zeigt, in welcher Hierarchiestufe gemäß IFRS 13 die Finanzinstrumente eingestuft sind, die wiederkehrend zu beizulegenden Zeitwerten bewertet werden:

(in Mio. €)

 

 

Bewertungshierarchien nach IFRS 13

 

 

31.12.2023

 

Stufe 1

 

Stufe 2

 

Stufe 3

 

Gesamt

Aktiva

 

 

 

 

 

 

 

 

Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert (FVOCI)

 

184

 

 

5

 

189

Langfristige finanzielle Vermögenswerte

 

 

 

5

 

5

Wertpapiere

 

184

 

 

 

184

Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert (FVPL)

 

288

 

 

4

 

292

Langfristige finanzielle Vermögenswerte

 

 

 

4

 

4

Wertpapiere

 

288

 

 

 

288

Derivative Finanzinstrumente mit Hedge-Beziehung (DF)1

 

 

17

 

 

17

Derivative Finanzinstrumente ohne Sicherungsbeziehung (FVPL)1

 

 

11

 

 

11

Passiva

 

 

 

 

 

 

 

 

Derivative Finanzinstrumente mit Hedge-Beziehung (DF)2

 

 

10

 

 

10

Derivative Finanzinstrumente ohne Sicherungsbeziehung (FVPL)2

 

 

5

 

 

5

1

Nach Überprüfung der Kategorisierung wurden Marktwerte in Höhe von 8 Mio. € von der Kategorie Derivative Finanzinstrumente mit Hedge-Beziehung (DF) zu Derivative Finanzinstrumente ohne Sicherungsbeziehung (FVPL) umgegliedert.

2

Nach Überprüfung der Kategorisierung wurden Marktwerte in Höhe von 5 Mio. € von der Kategorie Derivative Finanzinstrumente mit Hedge-Beziehung (DF) zu Derivative Finanzinstrumente ohne Sicherungsbeziehung (FVPL) umgegliedert.

(in Mio. €)

 

 

Bewertungshierarchien nach IFRS 13

 

 

31.12.2024

 

Stufe 1

 

Stufe 2

 

Stufe 3

 

Gesamt

Aktiva

 

 

 

 

 

 

 

 

Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert (FVOCI)

 

203

 

 

9

 

212

Langfristige finanzielle Vermögenswerte

 

 

 

9

 

9

Wertpapiere

 

203

 

 

 

203

Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert (FVPL)

 

421

 

 

5

 

426

Langfristige finanzielle Vermögenswerte

 

 

 

5

 

5

Wertpapiere

 

421

 

 

 

421

Derivative Finanzinstrumente mit Hedge-Beziehung (DF)

 

 

13

 

 

13

Derivative Finanzinstrumente ohne Sicherungsbeziehung (FVPL)

 

 

8

 

 

8

Passiva

 

 

 

 

 

 

 

 

Derivative Finanzinstrumente mit Hedge-Beziehung (DF)

 

 

26

 

 

26

Derivative Finanzinstrumente ohne Sicherungsbeziehung (FVPL)

 

 

9

 

 

9

Die im Beiersdorf Konzern zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Wertpapiere fallen unter die Fair-Value-Hierarchiestufe 1 und werden zu Kursnotierungen am Bilanzstichtag bewertet.

Die derivativen Finanzinstrumente fallen unter die Fair-Value-Hierarchiestufe 2. Die beizulegenden Zeitwerte der Devisentermingeschäfte werden anhand des Wechselkurses zum Stichtag ermittelt und auf Basis ihrer jeweiligen Zinskurve auf den Stichtag diskontiert.

In der Fair-Value-Hierarchiestufe 3 sind Marktwerte von Unternehmensbeteiligungen und Investmentfonds enthalten. Sie werden im Regelfall der Kategorie „Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert“ (FVPL) zugeordnet. Sofern keine Handelsabsicht besteht, macht Beiersdorf vom Wahlrecht Gebrauch, bestimmte Finanzinvestitionen in Eigenkapitalinstrumente der Kategorie FVOCI ohne Recycling zuzuordnen. Keine der Investitionen ist für sich genommen wesentlich für den Beiersdorf Konzern.

Die Veränderungen der beizulegenden Zeitwerte der in Level 3 eingestuften Finanzinstrumente in den Geschäftsjahr 2023 und 2024 sind aus der nachfolgenden Tabelle zu entnehmen.

Entwicklung der in Stufe 3 eingestuften Vermögenswerte und Verbindlichkeiten(in Mio. €)

 

 

Langfristige finanzielle Vermögenswerte (FVOCI)

 

Langfristige finanzielle Vermögenswerte (FVPL)

Buchwert 01.01.2023

 

3

 

3

Zugänge

 

2

 

1

Abgänge

 

 

Erfolgswirksam erfasste Gewinne/Verluste

 

 

Erfolgsneutral erfasste Gewinne/Verluste

 

 

Währungseffekte/sonstige Veränderungen

 

 

Buchwert 31.12.2023/01.01.2024

 

5

 

4

Zugänge

 

4

 

2

Abgänge

 

 

Erfolgswirksam erfasste Gewinne/Verluste

 

 

−1

Erfolgsneutral erfasste Gewinne/Verluste

 

 

Währungseffekte/sonstige Veränderungen

 

 

Buchwert 31.12.2024

 

9

 

5

Aufgrund der untergeordneten Bedeutung haben wir auf eine Sensitivitätsanalyse der für die Fair-Value-Hierarchiestufe 3 relevanten Parameter verzichtet.

Im Berichtsjahr wurden keine Umklassifizierungen zwischen den Bewertungskategorien oder innerhalb der Fair-Value-Hierarchie vorgenommen. Zur Einhaltung von internen Mindestvorgaben an die Bonität der Emittenten hat Beiersdorf im Berichtsjahr Anleihen aus der Kategorie „Zu fortgeführten Anschaffungskosten“ (AC) mit einem Buchwert von 68 Mio. € vor Fälligkeit verkauft. Daraus resultierte ein Verlust in Höhe von 0 Mio. € im „übrigen Finanzergebnis“.

Für die Finanzinstrumente, die nicht zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, liegen die vertraglich vereinbarten Fälligkeitstermine überwiegend innerhalb von zwölf Monaten nach dem Bilanzstichtag. Daher entsprechen deren Buchwerte zum Abschlussstichtag näherungsweise dem beizulegenden Zeitwert. Eine Ausnahme bilden die Wertpapiere, die als „Zu fortgeführten Anschaffungskosten“ (AC) klassifiziert wurden. Die für diese Position angegebenen beizulegenden Zeitwerte fallen unter die Fair-Value-Hierarchiestufe 1.

Grundsätze des Risikomanagements

Der Beiersdorf Konzern ist durch seine Geschäftstätigkeit verschiedenen Risiken wie Währungs-, Zinsänderungs- und Ausfallrisiken ausgesetzt. Diesen Risiken begegnet das Unternehmen mit einem aktiven Treasury-Management auf der Basis einer weltweit geltenden Richtlinie. Sie werden weitestgehend zentral gesteuert und gesichert.

Zur Sicherung des operativen Geschäfts und wesentlicher unternehmensnotwendiger Finanztransaktionen werden derivative Finanzinstrumente eingesetzt. Die Transaktionen werden ausschließlich mit marktgängigen Instrumenten durchgeführt. Zur Darstellung von Marktrisiken verlangt IFRS 7 Sensitivitätsanalysen, die die Auswirkungen hypothetischer Änderungen von relevanten Risikovariablen auf Ergebnis und Eigenkapital zeigen. Für den Beiersdorf Konzern sind dies im Wesentlichen Währungsrisiken. Die Auswirkungen werden ermittelt, indem die hypothetischen Änderungen der Risikovariablen auf den Bestand der Finanzinstrumente zum Abschlussstichtag bezogen werden. Dabei wird unterstellt, dass der Bestand zum Abschlussstichtag repräsentativ für das Gesamtjahr ist.

Währungsrisiken

Unter Währungsrisiko versteht man das Risiko, dass der Zeitwert oder zukünftige Zahlungsströme eines Finanzinstruments aufgrund von Wechselkursänderungen schwanken.

Währungsrisiken im Sinne von IFRS 7 entstehen durch monetäre Finanzinstrumente, die in einer von der funktionalen Währung abweichenden Währung bilanziert sind. Wechselkursbedingte Differenzen aus der Umrechnung von Abschlüssen der Tochtergesellschaften in die Konzernwährung bleiben unberücksichtigt. Relevante Risikovariablen sind daher grundsätzlich alle nicht funktionalen Währungen, in denen im Beiersdorf Konzern Finanzinstrumente gehalten werden. Durch die internationale Ausrichtung des Beiersdorf Konzerns mit Dominanz im Euroraum fungiert der Euro als Leitwährung. Risiken entstehen für den Beiersdorf Konzern demnach aus Finanzierungsmaßnahmen und operativen Tätigkeiten, wenn andere Währungen gegenüber dem Euro schwanken.

Bei konzerninternen grenzüberschreitenden Finanzierungen werden Währungsrisiken grundsätzlich zentral durch Devisentermingeschäfte fristenkongruent und vollständig gesichert. In solchen Fällen stehen der Bewertung der derivativen Finanzinstrumente unmittelbar kompensierende Marktwertänderungen aus den abgesicherten Grundgeschäften gegenüber. Diese derivativen Finanzinstrumente werden der Kategorie „Derivate ohne Sicherungsbeziehung“ zugeordnet; Hedge Accounting gemäß IFRS 9 wird nicht angewandt. Derivate ohne Sicherungsbeziehung werden ausschließlich zur Absicherung von wirtschaftlichen Risiken eingesetzt und nicht für Spekulationszwecke gehalten.

Für den operativen Bereich wird im Beiersdorf Konzern üblicherweise der Großteil der Zahlungsströme in nicht funktionaler Währung für die nächsten zwölf Monate durch Standarddevisentermingeschäfte gesichert. Diese Transaktionen werden zentral im Treasury-Management-System erfasst, bewertet und gesteuert. Bei Abschluss der Transaktion wird die wirtschaftliche Beziehung zwischen dem Sicherungsinstrument und dem Grundgeschäft dokumentiert sowie das Risikomanagementziel und die Risikomanagementstrategie.

Beiersdorf designiert bei Devisentermingeschäften die Kassa- und Terminkomponente in die Sicherungsbeziehung. Die Effektivität wird mithilfe der „Critical-Terms-Match-Methode“ jeweils zu Beginn der Sicherungsbeziehung und durch regelmäßige prospektive Beurteilung bestimmt, um sicherzustellen, dass zwischen dem gesicherten Grundgeschäft und dem Sicherungsgeschäft eine wirtschaftliche Beziehung besteht. Als ineffektiver Anteil von Cashflow Hedge werden die Erträge oder Aufwendungen aus Fair-Value-Änderungen von Sicherungsinstrumenten bezeichnet, die die Fair-Value-Änderungen der Grundgeschäfte übersteigen. Durch zeitliche Verschiebungen zwischen Grund- und Sicherungsgeschäften sowie durch die Berücksichtigung der Kreditrisikokomponente im Sicherungsgeschäft können sich Ineffektivitäten in Sicherungsbeziehungen ergeben. Diese sind insgesamt für den Beiersdorf Konzern nicht wesentlich. Ineffektive Teile der Wertänderung werden je nach Grundgeschäft erfolgswirksam im operativen Ergebnis erfasst.

Die positiven wie negativen Marktwerte der Devisentermingeschäfte betrugen zum Stichtag saldiert –14 Mio. € (Vorjahr: 13 Mio. €), die Nominalwerte lagen bei 2.364 Mio. € (Vorjahr: 2.167 Mio. €). Die Restlaufzeiten betrugen am Bilanzstichtag weniger als ein Jahr. Im Vorjahr hatten Marktwerte in Höhe von 2 Mio. € Restlaufzeiten von mehr als einem Jahr; sonst betrugen die Restlaufzeiten weniger als ein Jahr. Die Fair-Value-Änderung zur Ermittlung von Ineffektivitäten entspricht der Fair-Value-Änderung der designierten Komponente. Aus den Absicherungen ergaben sich zum Stichtag keine wesentlichen Ineffektivitäten.

Die Nominalwerte zeigen die Summe aller Kauf- und Verkaufsbeträge derivativer Finanzgeschäfte. Bei den ausgewiesenen Nominalwerten werden Beträge nicht saldiert.

Derivative Finanzinstrumente(in Mio. €)

 

 

Nominalwert

 

Positiver Marktwert

 

Negativer Marktwert

 

 

31.12.2023

 

31.12.2024

 

31.12.2023

 

31.12.2024

 

31.12.2023

 

31.12.2024

Devisenkontrakte (kurzfristig)

 

1.159

 

1.275

 

17

 

13

 

−10

 

−26

Devisenkontrakte (langfristig)

 

 

 

 

 

 

Als Cashflow Hedge designierte Derivate

 

1.159

 

1.275

 

17

 

13

 

−10

 

−26

Devisenkontrakte (kurzfristig)

 

871

 

1.089

 

9

 

8

 

−5

 

−9

Devisenkontrakte (langfristig)

 

137

 

 

2

 

 

 

Derivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung

 

1.008

 

1.089

 

11

 

8

 

−5

 

−9

Summe derivative Finanzinstrumente

 

2.167

 

2.364

 

28

 

21

 

−15

 

−35

Positive Marktwerte werden in der Bilanz in der Position sonstige finanzielle Vermögenswerte (kurz- und langfristig) und negative Marktwerte in der Position sonstige finanzielle Verbindlichkeiten (kurz- und langfristig) erfasst. Die durchschnittlichen Sicherungskurse für wesentliche Währungspaare zum Bilanzstichtag können aus der nachfolgenden Tabelle entnommen werden.

Durchschnittliche Sicherungskurse(in Mio. €)

 

 

31.12.2023

 

31.12.2024

Währungspaare

 

Nominalwert

 

Durchschnitt­licher Sicherungskurs in Euro

 

Nominalwert

 

Durchschnitt­licher Sicherungskurs in Euro

EUR/USD

 

200

 

1,1036

 

231

 

1,0940

EUR/GBP

 

79

 

0,8689

 

110

 

0,8533

EUR/CHF

 

76

 

0,9495

 

72

 

0,9444

EUR/CNH

 

63

 

7,7887

 

70

 

7,8592

Durch den Einsatz von Devisentermingeschäften um Wechselkursrisiken aus zukünftigen Zahlungsströmen abzusichern wirken sich Kursänderungen im Wesentlichen auf die Sicherungsrücklage im Eigenkapital und die Zeitwerte der Sicherungsgeschäfte aus. Die Entwicklung der im sonstigen Ergebnis erfassten Sicherungsgeschäfte kann aus der nachfolgenden Tabelle entnommen werden. Die in den Rücklagen erfassten Beträge werden zum Zeitpunkt erfolgswirksam erfasst, zu dem die abgesicherte Transaktion das Periodenergebnis erfolgswirksam berührt. Die Umgliederungen in die Gewinn- und Verlustrechnung erfolgten in das operative Ergebnis.

Rücklage für Cashflow Hedges (nach Berücksichtigung latenter Steuern)

(in Mio. €)

 

Stand 1.1

 

Sicherungs­ergebnisse

 

Umgliederungen in die Gewinn- und Verlustrechnung

 

Stand 31.12

2023

 

18

 

5

 

−18

 

5

2024

 

5

 

−9

 

−5

 

−9

Wenn der Euro gegenüber sämtlichen Währungen zum 31. Dezember 2024 um 10 % aufgewertet gewesen wäre, wären die Marktwerte der direkt innerhalb der Sicherungsrücklage im Eigenkapital erfassten Devisentermingeschäfte um 73 Mio. € (Vorjahr: 62 Mio. €) höher gewesen. Bei einer entsprechenden Abwertung von 10 % wären die Marktwerte der direkt innerhalb der Sicherungsrücklage im Eigenkapital erfassten Devisentermingeschäfte um 90 Mio. € (Vorjahr: 73 Mio. €) niedriger gewesen. Eine Aufwertung des Euros um 10 % hätte bei der Bewertung der erfolgswirksam erfassten Devisentermingeschäfte ohne Sicherungsbeziehung das Finanzergebnis um 6 Mio. € belastet (Vorjahr: 4 Mio. €). Eine entsprechende Abwertung um 10 % hätte das Finanzergebnis um 7 Mio. € erhöht (Vorjahr: 7 Mio. €). Die Effekte auf das Konzernergebnis und auf das Konzerneigenkapital aus der Veränderung einzelne Währungspaare zum Bilanzstichtag kann aus der nachfolgenden Tabelle entnommen werden.

Sensitivitätsanalyse für Wechselkursänderungen von Fremdwährungen(in Mio. €)

Zum 31. Dezember 2024

 

USD

 

GBP

 

CHF

 

CNH

 

 

EUR +10 %

 

EUR +10 %

 

EUR +10 %

 

EUR +10 %

Eigenkapital

 

21

 

10

 

7

 

7

Gewinn

 

 

−1

 

−2

 

 

 

EUR –10 %

 

EUR –10 %

 

EUR –10 %

 

EUR –10 %

Eigenkapital

 

−26

 

−12

 

−8

 

−8

Gewinn

 

 

1

 

2

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zum 31. Dezember 2023

 

USD

 

GBP

 

CHF

 

CNH

 

EUR +10 %

 

EUR +10 %

 

EUR +10 %

 

EUR +10 %

Eigenkapital

 

17

 

6

 

7

 

6

Gewinn

 

 

−2

 

−4

 

 

 

EUR –10 %

 

EUR –10 %

 

EUR –10 %

 

EUR –10 %

Eigenkapital

 

−20

 

−8

 

−9

 

−7

Gewinn

 

 

2

 

4

 

Zinsrisiken

Unter dem Zinsänderungsrisiko versteht man das Risiko, dass der Zeitwert (Fair Value) oder zukünftige Zahlungsströme des verzinslichen Finanzinstruments aufgrund von Änderungen des Marktzinssatzes schwanken. Beiersdorf besitzt ein Wertpapierportfolio, welches im Wesentlichen der Kategorie „zu fortgeführten Anschaffungskosten (AC) bewertet“ zugeordnet wird. Daher wirkt sich eine zinsinduzierte Marktwertänderung weder auf das Nettoergebnis nach Steuern noch auf das Eigenkapital aus. Das hypothetische Zinsänderungsrisiko in Bezug auf die zukünftigen Zahlungsströme variabel verzinslicher Finanzinstrumente wird durch einen parallelen Shift der Zinsstrukturkurve von 100 Basispunkten in beide Richtungen bestimmt. Beiersdorf nutzt variabel verzinsliche Finanzinstrumente wie Geldmarktfonds sowie Bank-, Tages- und kurze -Termingelder welche erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden. Da Beiersdorf diese nur im Rahmen der täglichen Liquiditätsdisposition nutzt, ist das hypothetische Zinsänderungsrisiko in Bezug auf die zukünftigen Zahlungsströme zu vernachlässigen.

Ausfallrisiken

Der Beiersdorf Konzern unterliegt im Rahmen von Finanzierungstätigkeiten und im operativen Bereich Ausfallrisiken. Das maximale Ausfallrisiko ist durch den in der Bilanz angesetzten Buchwert jedes finanziellen Vermögenswerts ersichtlich. Die Buchwerte der finanziellen Vermögenswerte betrugen zum 31. Dezember 2024 6.793 Mio. € (Vorjahr: 6.829 Mio. €).

Grundsätzlich sieht IFRS 9 hierfür ein dreistufiges Verfahren vor. Eine Risikovorsorge wird entweder auf Basis der erwarteten 12-Monats-Kreditverluste gebildet (Stufe 1) oder auf Basis der über die Laufzeit erwarteten Kreditverluste, falls sich das Kreditrisiko seit dem erstmaligen Ansatz signifikant erhöht hat (Stufe 2) oder falls eine beeinträchtigte Bonität festgestellt wird (Stufe 3). Potenzielle Ausfallrisiken im Zusammenhang mit der Anlage der Konzernliquidität werden dadurch begrenzt, dass Anlagen nur bei definierten sicheren Kontrahenten erfolgen. Das Kontrahentenrisiko überwachen wir anhand von Ratings und haftendem Eigenkapital der Kontrahenten sowie fortlaufend aktualisierten Risikoindikatoren. Mit Hilfe dieser Parameter werden Höchstbeträge für Anlagen bei Partnerbanken und Wertpapieremittenten ermittelt (Kontrahentenlimits), denen wir regelmäßig die tatsächlich getätigten konzernweiten Anlagen gegenüberstellen. Wir haben den überwiegenden Teil unserer Liquidität in risikoarmen Titeln angelegt (z. B. Staats-/Industrieanleihen).

Wertminderungen für die erwarteten Kreditverluste der nächsten zwölf Monate werden auf Wertpapiere gebildet, die zu fortgeführten Anschaffungskosten oder erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden. Die Schätzung erfolgt auf Basis von Ratings und fortlaufend aktualisierten Risikoindikatoren. Darüber hinaus werden aktuelle CDS-Spreads und Anleihenspreads der Anleihenemittenten für die Berechnung herangezogen.

Die Entwicklung dieser Wertberichtigungen kann aus der nachfolgenden Tabelle entnommen werden.

Wertberichtigungen(in Mio. €)

 

 

Wertpapiere der Kategorie AC

 

Wertpapiere der Kategorie FVOCI

 

Gesamt

Buchwert 01.01.2023

 

6

 

1

 

7

Währungsänderungen

 

 

 

Zuführungen

 

 

 

Inanspruchnahmen

 

 

 

Auflösungen

 

1

 

1

 

2

Buchwert 31.12.2023/01.01.2024

 

5

 

 

5

Währungsänderungen

 

 

 

Zuführungen

 

 

 

Inanspruchnahmen

 

 

 

Auflösungen

 

1

 

 

1

Buchwert 31.12.2024

 

4

 

 

4

Bei finanziellen Vermögenswerten wie Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten handelt es sich unter anderem um Guthaben bei Kreditinstituten und sehr kurzfristige liquide Anlagen. Sie sind der Bewertungskategorie „Zu fortgeführten Anschaffungskosten“ zugeordnet. Aufgrund der sehr kurzen Laufzeiten (z. B. täglich fällig) und der Bonität unserer Vertragspartner erfolgt keine Wertminderung basierend auf erwarteten Kreditverlusten.

Zur Ermittlung von Wertminderungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen nach IFRS 9 wird das vereinfachte Verfahren angewandt. Hierbei werden die erwarteten Kreditverluste über die gesamte Laufzeit der Finanzinstrumente ermittelt. Die Einschätzung der erwarteten Ausfälle wird dezentral in den einzelnen Geschäftseinheiten getroffen. Sie ergibt sich aus der Analyse historischer Forderungsausfälle, der Altersstruktur des Forderungsbestands sowie aktuellen Konjunkturentwicklungen und Beurteilungen der Kreditwürdigkeit einzelner Kund*innen.

Aufgrund der geringen historischen und erwarteten Ausfallquoten haben die Wertminderungen keinen wesentlichen Einfluss auf die Vermögenswerte oder das Eigenkapital. Ein detailliertes Monitoring unserer Kundschaftsbeziehungen, ein aktives Forderungsmanagement sowie der selektive Einsatz von Warenkreditversicherungen wirken Risiken durch Forderungsausfälle entgegen.

Das vereinfachte Verfahren nach IFRS 9 wird auch für die Ermittlung der Wertminderungen auf Leasingforderungen angewandt. Das Kreditausfallrisiko des Leasingnehmers schätzen wir als sehr gering ein. Darüber hinaus sind die Leasingzahlungen durch den Wert der Immobilie gesichert. Insgesamt haben wir eine Wertberichtigung in Höhe von 0 Mio. € berücksichtigt.

Liquiditätsrisiken

Als Liquiditätsrisiko wird das Risiko verstanden, dass ein Unternehmen Schwierigkeiten bei der Erfüllung seiner sich aus den finanziellen Verbindlichkeiten ergebenden Verpflichtungen hat. Aufgrund des hohen Bestands an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten sowie Wertpapieren zum Stichtag ist der Beiersdorf Konzern derzeit keinem Liquiditätsrisiko ausgesetzt. Um die Zahlungsfähigkeit und finanzielle Flexibilität des Beiersdorf Konzerns jederzeit sicherzustellen, werden zudem Liquiditätsreserven in Form von Kreditlinien vorgehalten.

Zahlungsziele finanzieller Verbindlichkeiten sind überwiegend innerhalb der nächsten zwölf Monate. Die zukünftigen undiskontierten Zahlungsmittelabflüsse aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind innerhalb eines Jahres fällig und betragen zum Stichtag 2.571 Mio. € (Vorjahr: 2.234 Mio. €). Langfristige finanzielle Verbindlichkeiten umfassen im Wesentlichen Leasingverbindlichkeiten. Zum 31. Dezember 2024 betragen die zukünftigen undiskontierten Leasingverbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr 73 Mio. € (Vorjahr: 61 Mio. €), mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bis zu fünf Jahren 143 Mio. € (Vorjahr: 134 Mio. €) und mit einer Restlaufzeit von über fünf Jahren 45 Mio. € (Vorjahr: 48 Mio. €). Derivative Finanzverbindlichkeiten sind auch überwiegend kurzfristig. Von den Nominalwerten in Höhe von 2.364 Mio. € (Vorjahr: 2.167 Mio. €) werden sämtliche Zahlungsabflüsse innerhalb der nächsten zwölf Monate erwartet. Im Vorjahr waren Zahlungsabflüsse in Höhe von 2.030 Mio. € innerhalb der nächsten zwölf Monate und 137 Mio. € innerhalb der nächsten zwölf bis 24 Monate vorgesehen.

Eigenkapital
Das Eigenkapital eines Unternehmens gibt die Differenz zwischen dem Wert des Vermögens und der Schulden an.
IAS – International Accounting Standards/IFRS – International Financial Reporting Standards
Internationale Rechnungslegungsvorschriften, die vom International Accounting Standards Board (IASB) erstellt wurden. Nach EU-Verordnung müssen börsennotierte Unternehmen in Europa nach diesen Regeln bilanzieren und berichten.
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