Geschäftsbericht 2024

Geschäftsbericht 2024

ESRS E3 – Wasser

  • Wasser und Meeresressourcen

Wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen

Im Rahmen der doppelten Wesentlichkeitsanalyse haben wir negative Auswirkungen und Risiken in Bezug auf Wasserverbrauch und Wasserentnahme in unserem eigenen Geschäftsbereich und der vorgelagerten Wertschöpfungskette identifiziert.

Bei Beiersdorf verwenden wir Wasser zur Herstellung unserer Produkte, und es ist ein wichtiger Bestandteil unserer Produktformeln. Außerdem erfordern Prozesse wie Dampferzeugung, Kühlung und Kältemaschinen Wasser für ihren Betrieb. Unsere Produktionsstandorte entnehmen daher aus verschiedenen Quellen Frischwasser, darunter Grundwasser und Wasser von Dritten. Wasserknappheit kann die Produktion durch Unterbrechungen in essenziellen Prozessen erheblich beeinträchtigen und zu Verzögerungen, Effizienzverlusten und höheren Kosten führen.

Beiersdorf nutzt den „Aqueduct 4.0 Water Risk Atlas“ des World Resources Institute (WRI), um festzustellen, welche Standorte sich in Gebieten befinden, die von Wasserrisiken betroffen sind, einschließlich Gebieten mit hohem Wasserstress. Dieser Atlas übersetzt komplexe hydrologische Daten in Indikatoren für wasserbezogene Risiken. Der Unternehmensbereich Consumer hat acht Standorte und der Unternehmensbereich tesa zwei Standorte ermittelt, die sich in Gebieten befinden, die von Wasserrisiken betroffen sind, einschließlich Gebieten mit hohem Wasserstress. Diese Gebiete werden im „Aqueduct 4.0 Water Risk Atlas“ durch den Indikator „Gesamtwasserrisiko“ gekennzeichnet. Dieses „Gesamtwasserrisiko“ misst aggregiert alle Wasserrisiken, in dem es Indikatoren für Risiken in Bezug auf u. a. physische Wassermenge und -qualität, Grundwasserstress sowie Regulierungs- und Reputationsrisiken zusammenführt. Die zehn betroffenen Standorte befinden sich in Gebieten, die im Indikator „Gesamtwasserrisiko“ als „hoch“ oder „sehr hoch“ eingestuft werden.

Ein detaillierter Überblick über alle identifizierten Auswirkungen, Risiken und Chancen und die angewandte Methodik der doppelten Wesentlichkeitsanalyse ist im Kapitel „ESRS 2 – Allgemeine Angaben“ zu finden.

Richtlinien im Zusammenhang mit Wasser

Beiersdorf hat mehrere Richtlinien eingeführt, um die negativen Auswirkungen im Bereich Wasser zu reduzieren. Die Richtlinien unterstützen das Management der wesentlichen Auswirkungen, Risiken und Chancen in Bezug auf Wasser und adressieren die in der doppelten Wesentlichkeitsanalyse identifizierten wesentlichen Themen Wasserverbrauch und Wasserentnahme. Das Thema Meeresressourcen ist nicht Gegenstand der Richtlinie, da es für Beiersdorf nicht wesentlich ist. Die Richtlinien enthalten zudem keine Bestimmungen, die sich in unserer vor- und nachgelagerten Wertschöpfungskette auf den Wasserverbrauch in Gebieten konzentrieren, die von Wasserrisiken betroffen sind.

Consumer

Consumer

Beiersdorf Environmental Policy

In der „Environmental Policy“ legt der Unternehmensbereich Consumer seine Verpflichtungen und Ambitionen zu verschiedenen Umweltthemen fest, unter anderem zum Wassermanagement. Ziel ist es, den Wasserverbrauch in den Produktionsprozessen – wo der größte Teil der Wasserentnahme stattfindet – kontinuierlich zu senken und geschlossene Wasserkreisläufe an den Produktionsstandorten zu schaffen.

Die wichtigsten Inhalte dieser Richtlinie sind die folgenden:

  1. Verringerung des Wasserverbrauchs: Die Richtlinie bezieht sich vornehmlich auf die Reduzierung des Wasserverbrauchs in der Produktion und entlang der Wertschöpfungskette. Dies beinhaltet die Förderung einer effizienten Wassernutzung und die Minimierung von Wasserverschwendung sowohl in der Herstellung unserer Produkte als auch in der Nutzungsphase.
  2. Abwasserbehandlung: Die Richtlinie fordert moderne, effektive Verfahren zur Abwasseraufbereitung. Diese sollen sicherstellen, dass die Abwassereinleitung strengen Qualitätsstandards entspricht und lokale Vorschriften eingehalten werden.
  3. Wasserrisikoanalysen: Wir nutzen weit verbreitete Instrumente wie den WWF „Water Risk Filter“ (WRF) und den „Aqueduct 4.0 Water Risk Atlas“ des WRI, um Wasserrisiken in unseren Betrieben, insbesondere in Hochrisikogebieten, zu bewerten und darauf zu reagieren. Darüber hinaus führen wir im Rahmen unserer umfassenderen Wasserrisikomanagement-Bemühungen einen fortlaufenden Dialog mit dem WWF.
  4. Nutzung von erneuerbaren Wasserquellen und Wasserrecycling: Um den Wasserfußabdruck des Unternehmensbereichs weiter zu senken, wollen wir erneuerbare Wasserquellen nutzen und fortschrittliche Wasserrecycling-Technologien implementieren, wo immer dies möglich ist. Durch die Aufbereitung und Wiederverwendung von Wasser in den Produktionsprozessen können wir die betriebliche Effizienz steigern und den sich entwickelnden gesetzlichen Rahmenbedingungen gerecht werden. Dieser Ansatz unterstützt nicht nur die Bemühungen des Unternehmens zur Wassereinsparung, sondern senkt auch die langfristigen Betriebskosten.
  5. Produktentwicklung: Wir streben an, Produkte zu entwickeln, die den Wasserverbrauch sowohl während der Produktion als auch bei der Nutzung durch Verbraucher*innen reduzieren. Dies steht im Einklang mit unserer Nachhaltigkeitsagenda CARE BEYOND SKIN, die darauf abzielt, die Wassereffizienz über den gesamten Produktlebenszyklus zu fördern.

Unser unternehmensweites Ziel zur Reduzierung des Wasserverbrauchs und die zugrundeliegenden Kennzahlen werden außerdem jährlich von externen Prüfer*innen validiert, um sicherzustellen, dass alle extern gemeldeten Daten korrekt sind.

Spezifische, standortbezogene Wasserrichtlinien für Standorte mit hohem Risiko bestehen noch nicht. Grund dafür ist, dass wir im ersten Schritt derzeit maßgeschneiderte Standortstrategien entwickeln. Diese erfordern weitere detaillierte lokale Bewertungen und Konsultationen mit Interessengruppen wie dem WWF. Wir setzen uns dafür ein, dass diese zukünftigen Richtlinien den spezifischen Bedürfnissen und Risiken der einzelnen Standorte in Gebieten mit hohem Wasserstress gerecht werden.

Weitere Details zur „Environmental Policy“ sind im Kapitel „ESRS E1 – Klimawandel“ zu finden.

tesa

tesa

tesa Umweltleitlinie

tesa hat sich die „Umweltleitlinie“ gegeben, um die Umwelt zu schützen und unter anderem die Risikominderung sowie die sichere und nachhaltige Beschaffung und Nutzung von Wasser weltweit zu unterstützen. Die „Umweltleitlinie“ adressiert vor allem Wassereinsparungen und die Förderung effizienter Prozesse unter Berücksichtigung lokaler Gegebenheiten und Bedürfnisse sowie der Einhaltung lokaler Vorschriften. Die „Umweltleitlinie“ legt zudem fest, dass der Wasserverbrauch berichtet und intern überwacht wird. Zu berichtende Wasserquellen sind in diesem Kontext Grundwasser sowie Wasser von Dritten.

Die tesa Standorte sind verpflichtet, ein Wassermanagement anzuwenden, das Folgendes umfasst:

  • Umgang mit Wasserverbrauch (Überwachung der Quantität und Qualität von Wasserentnahmen und -einleitungen),
  • Minimierung potenzieller Auswirkungen auf Wasserknappheit und Reduzierung von Emissionen ins Wasser durch Innovation, Best Practices und kontinuierliche Überwachung sowie
  • regelmäßige Bewertung interner und externer Entwicklungen, die sich in Zukunft auf die Geschäftspraktiken auswirken könnten (z. B. zukunftsweisende Prozesstechnologien, rechtliche Änderungen, Wasserprobleme in lokalen Gemeinschaften).

Die Umweltleitlinie betont die Minimierung der Auswirkungen auf Wasserknappheit durch den Einsatz innovativer Technologien, Best Practices und kontinuierlicher Kontrollen. Die Leitlinie bezieht sich nicht explizit auf die Themen Wasseraufbereitung sowie die Gestaltung von Produkten und Dienstleistungen im Hinblick auf wasserbezogene Themen.

Darüber hinaus ergreifen wir Präventivmaßnahmen, um Unfälle zu vermeiden. So werden beispielsweise wassergefährdende Flüssigkeiten nur in Bereichen abgelassen, umgefüllt oder gelagert, die mit entsprechenden Auffangvorrichtungen ausgestattet sind. Diese Maßnahmen werden jährlich durch externe ISO-14001-Audits überprüft.

Wir erheben jährlich an allen tesa Produktionsstandorten wasserbezogene Daten wie Wasserverbrauch und Abwasseraufkommen. Die „Umweltleitlinie“ gilt für alle tesa Standorte. Der Vorstand/das Group Executive Committee (GEC) trägt die oberste Verantwortung für die Umsetzung der „Umweltleitlinie“. Die Leitlinie wird allen Interessengruppen über die offizielle tesa Website zugänglich gemacht.

Maßnahmen im Zusammenhang mit Wasser

Um die in den Richtlinien festgelegten Ziele zu erreichen, hat Beiersdorf verschiedene Maßnahmen implementiert, die den Aktionsplan für unser Wassermanagement darstellen. Die Maßnahmen sind dabei nicht dezidiert auf Standorte in Gebieten ausgerichtet, die von Wasserrisiken betroffen sind. Dennoch sind uns alle Standorte bekannt, die sich in Gebieten befinden, die von Wasserrisiken betroffen sind, einschließlich Gebieten mit hohem Wasserstress. Alle nachfolgend beschriebenen Maßnahmen tragen zur Erfüllung unseres unternehmensweiten Ziels bei, den Wasserverbrauch bis 2025 deutlich zu reduzieren.

Consumer

Consumer

Schulung und Kapazitätsaufbau für Mitarbeitende zum Thema Wasser

Beschreibung: Technische Expert*innen und Nachhaltigkeitsexpert*innen an den einzelnen Consumer Produktionsstandorten setzen verschiedene Maßnahmen zur Wassereinsparung um, z. B. Technologien für den Einsatz von Umkehrosmose mit geschlossenem Kreislauf („Closed Circuit Reverse Osmosis“ – CCRO), optimierte Reinigungszyklen und Wasserwiederverwendungssysteme. Diese Bemühungen werden durch die Initiative „Sustainability in Manufacturing“ (SIM) und die „Global Water & Cleaning Community“ koordiniert, die sich auf Werksebene abstimmen. Die Mitarbeitenden tauschen sich monatlich über diese Technologien und bewährten Verfahren aus, um ihr Wissen zu erweitern und wassersparende Prozesse zu fördern. Die Plattform „Global Water & Cleaning Community“ ermöglicht es Wasserexpert*innen, Fortschritte mit dem SIM-Team zu diskutieren und in Zusammenarbeit mit Fachinstituten neue (digitale) Ansätze zur Reduzierung des Wasserverbrauchs zu entwickeln. Wir nutzen auch externes Fachwissen für Schulungen und zur Optimierung von Prozessabläufen, um einen dynamischen Ansatz für Wasserschutz zu gewährleisten.

Umfang: Standorte weltweit

Zeithorizont: Laufend

Erwartetes Ergebnis: Mit diesen Maßnahmen sollen unsere Mitarbeitenden ihr technisches Wissen erweitern und so wassersparende Methoden in der Produktion umsetzen können. So fördern wir einen einheitlichen Ansatz im Wassermanagement und eine kontinuierliche Verbesserung der Wassereffizienz in den Produktionsprozessen, was wiederum dazu beiträgt, das Wasserreduktionsziel von Beiersdorf für 2025 zu erreichen.

Kontinuierliche Verbesserung der Produktionsprozesse

Beschreibung: Im Unternehmensbereich Consumer sind moderne Anlagen und Technologien im Einsatz, um den Wasserverbrauch insbesondere bei Reinigungsprozessen zu senken. So behandeln alle Produktionsstandorte ihre Abwässer entweder in eigenen Kläranlagen, in Kläranlagen des entsprechenden Industrieparks oder in externen Kläranlagen von Drittanbietern; wir leiten kein unbehandeltes Abwasser in die Umwelt ein. Aufbereitetes Abwasser kann dann an den Standorten des Unternehmens zur Kühlung, Bewässerung oder Abwasserentsorgung wiederverwendet werden. Dieses Vorgehen trägt dazu bei, dass Beiersdorf die Zertifizierung „Leadership in Energy and Environmental Design“ (LEED) aufrechterhalten kann und alle Standorte die globalen Nachhaltigkeitsstandards erfüllen. Regelmäßige Überprüfungen durch interne und externe Expert*innen sollen zudem sicherstellen, dass die Anlagen die neuesten Standards erfüllen und Prozesse kontinuierlich optimiert werden.

Darüber hinaus arbeiten wir mit Wasserversorgern, lokalen Behörden und benachbarten Unternehmen zusammen, um einen gemeinschafts- und Best-Practice-orientierten Ansatz für ein nachhaltiges Wassermanagement zu fördern.

Umfang: Produktionsstandorte weltweit

Zeithorizont: 2025

Erwartetes Ergebnis: Unser Ziel ist es, den Wasserverbrauch zu senken, die Zusammenarbeit mit externen Interessengruppen zu verbessern und die LEED-Zertifizierungsstandards einzuhalten, um unsere Nachhaltigkeitsziele weiter zu unterstützen.

Einführung von Umkehrosmose- und Wasserrückgewinnungstechnologien

Beschreibung: Wir führen Wasserrückgewinnungstechnologien wie Umkehrosmose mit geschlossenem Kreislauf (CCRO) ein, um die Wiederverwendung von Wasser in Produktionsanlagen zu verbessern. Im Jahr 2023 wurde die erste Umkehrosmose-Filteranlage an unserem indischen Produktionsstandort installiert. Wir planen, diese Technologien an zehn weiteren Produktionsstandorten zu testen und einzuführen.

Umfang: Indien und weitere Produktionsstandorte weltweit

Zeithorizont: Kontinuierlich, mit Erweiterungen bis 2025.

Erwartetes Ergebnis: Durch die Maßnahmen können wir den Wasserverbrauch am indischen Pilot-Standort um bis zu 30 % reduzieren. Wir erwarten weitere Einsparungen an unseren anderen Produktionsstandorten und kommen so unserem unternehmensweiten Ziel näher, den Wasserverbrauch bis 2025 deutlich zu reduzieren.

Geschlossene Wasserkreislaufsysteme und maximale Wasserwiederverwendung

Beschreibung: Um die Wasserrückgewinnung und -wiederverwendung zu maximieren, führen wir technische Studien durch, um geschlossene Wasserkreislaufsysteme an ausgewählten Produktionsstandorten zu implementieren. Die erste Studie läuft derzeit an unserem Standort in Bangkok. In den nächsten Phasen werden wir ähnliche Systeme an unseren Standorten Silao und Tres Cantos testen und einführen. Diese Maßnahmen sind auch Teil unserer Verpflichtung, unsere Wassereinsparungsziele bis 2025 zu erreichen.

Umfang: Bangkok, Thailand, sowie Silao, Mexiko, und Tres Cantos, Spanien

Zeithorizont: 2025

Erwartetes Ergebnis: Unsere Effizienzmaßnahmen zielen auf eine deutliche Reduzierung des Wasserverbrauchs ab. Eine Pilotstudie in Bangkok hat bereits gezeigt, dass Einsparungen des Wasserverbrauchs von 50 bis 60 % möglich sind. In Verbindung mit zusätzlichen Effizienzprojekten könnte dies zu einer kumulativen Reduzierung von 70 % im Vergleich zu 2020 an diesem Standort führen.

tesa

tesa

Stilllegung der Dampfbefeuchtungsanlagen zur Reduzierung des Wasserverbrauchs

Beschreibung: In unserem tesa Werk Hamburg dienten Dampfbefeuchtungsanlagen ursprünglich dazu, Ladungsverluste bei der Verarbeitung großer Lösungsmittelmengen zu vermeiden. Angesichts moderner und sichererer Verfahren sind diese Anlagen heute nicht mehr zwingend erforderlich. Daher haben wir ein Projekt zur Stilllegung der Befeuchtungsanlagen initiiert, das intern bereits genehmigt ist. Vorbehaltlich der finalen behördlichen Zustimmung soll es bis Ende 2025 abgeschlossen sein.

Diese Maßnahme trägt dazu bei, das Ziel unserer „Umweltleitlinie“ zu erreichen, den Wasserverbrauch zu reduzieren und kontinuierlich interne und externe Entwicklungen im Zusammenhang mit neuen Technologien zu evaluieren.

Umfang: tesa Werk Hamburg GmbH

Zeithorizont: 2025

Erwartetes Ergebnis: Wir erwarten, dass das Projekt 3.600 m3 Wasser pro Jahr einsparen wird.

Installation zusätzlicher Kühlwasserkreislaufsysteme zur Senkung von Grundwasserverbrauch und Abwassereinleitung

Beschreibung: Um die Abhängigkeit von Wasser und dessen Einleitung in Gewässer zu verringern, plant das tesa Werk Offenburg die Installation zusätzlicher Kühlwasserkreisläufe, beginnend mit einer speziellen Beschichtungsanlage. Diese Maßnahme steht im Zusammenhang mit unseren Zielen, den Wasserverbrauch zu reduzieren und Best Practices umzusetzen.

Darüber hinaus trägt es dazu bei, das Ziel der „Umweltleitlinie“ zur Reduzierung des Wasserverbrauchs zu erreichen.

Umfang: tesa Werk Offenburg GmbH

Zeithorizont: 2025 bis 2027

Erwartetes Ergebnis: Wir erwarten für die Pilotphase an der Beschichtungsanlage (Hänge 5) eine Einsparung von 10.000 m3 Grundwasser pro Jahr.

Ziele im Zusammenhang mit Wasser

Consumer

Consumer

Das globale Unternehmensziel zur Wasserreduzierung, bei dem es sich um ein freiwilliges Ziel handelt, gilt für alle Standorte im Unternehmensbereich Consumer und fördert die Wassereffizienz in allen Bereichen: Bis 2025 wollen wir den Wasserverbrauch pro hergestelltem Produkt um 25 % senken (im Vergleich zum Basisjahr 2018). Damit soll sichergestellt werden, dass an allen Standorten Anstrengungen unternommen werden, den Wasserverbrauch zu reduzieren und die Wasserqualität zu verbessern. Dies soll unabhängig davon geschehen, ob sie sich in Gebieten befinden, die von Wasserrisiken betroffen sind.

Die wasserbezogenen Ziele von Beiersdorf stehen in direktem Einklang mit den in der „Environmental Policy“ festgelegten Bestrebungen, insbesondere im Rahmen des Handlungsfeldes „Regenerative Water Environments“.

Die wasserbezogenen Ziele von Beiersdorf basieren auf einer Kombination aus wissenschaftlichen Methoden und datengestützten Ansätzen. Dazu zählen umfassende Wasserrisikoanalysen an allen Produktionsstandorten, um potenzielle Risiken zu erkennen und zu minimieren, sowie die Nutzung von Primärdaten zum Wasserverbrauch. Diese Ziele stehen in Einklang mit globalen wasserbezogenen Nachhaltigkeitszielen, insbesondere angesichts zunehmender klimatischer Herausforderungen und wachsender Wasserknappheit. Die Ziele wurden unter Einbeziehung interner Stakeholder*innen entworfen, darunter die Nachhaltigkeits- und Umweltteams, die Produktionswerke sowie die lokalen Sicherheits-, Gesundheits- und Umweltteams (SHE).

Im Jahr 2018 betrug unsere globale Wasserintensität in den Produktionswerken 504 Liter/1.000 hergestellte Produkte, was als Basiswert für unsere Wasserziele dient. Bis 2025 wollen wir eine globale Wasserintensität von 378 Litern/1.000 hergestellten Produkten erreichen, was einer Reduktion von 25 % entspricht. Im Jahr 2024 wurde der Wasserverbrauch pro hergestelltem Produkt im Vergleich zu 2018 (Basisjahr) um 12 % auf 446 Liter/1.000 Produkte gesenkt.

Trotz unserer bisherigen Bemühungen und Fortschritte sind wir uns der Tatsache bewusst, dass externe Faktoren und unvorhergesehene Herausforderungen unsere Projekte verzögern könnten. Dadurch besteht die Möglichkeit, dass wir unsere Wasserreduktionsziele für 2025 nicht vollständig erreichen. Wir arbeiten dennoch entschlossen daraufhin, alle geplanten Maßnahmen zur Wassereinsparung umzusetzen.

Der Unternehmensbereich Consumer hat derzeit noch keine standortspezifischen Ziele für Gebiete, die von Wasserrisiken betroffen sind, festgelegt. Dennoch unterliegen alle Standorte, einschließlich derer in Gebieten mit hohem Wasserstress, unserer globalen „Environmental Policy“. Diese umfasst Ambitionen zur Wasserreduzierung und soll die Umsetzung von Maßnahmen zur Wassereinsparung an allen Standorten gewährleisten. So können wir wasserbezogene Risiken für den Unternehmensbereich Consumer weltweit minimieren – auch in Gebieten, in denen spezifische lokale Ziele noch entwickelt werden.

Um unser Wassermanagement noch zielgerichteter zu gestalten, führen wir für Gebiete, die von Wasserrisiken betroffen sind, spezifische Wasserziele ein. Diese werden im Jahr 2025 auf Basis einer umfassenden Analyse der regionalen Wasserressourcen mithilfe des WRF des WWF und des „Aqueduct 4.0 Water Risk Atlas“ des WRI entwickelt. Die maßgeschneiderten Wasserreduktionsziele über das Jahr 2025 hinaus entwickeln wir im Rahmen unserer strategischen Partnerschaft mit dem WWF.

tesa

tesa

Für den Unternehmensbereich tesa haben wir derzeit keine messbaren Ziele im Zusammenhang mit Wasser definiert. Das Wassertracking wird über die „SoFi“-Datenbank verwaltet. Deren Anwendung ist verpflichtend für Produktionsstandorte des Unternehmensbereichs tesa, die nach ISO 14001 zertifiziert sind. Diese Standorte unterliegen regelmäßigen internen Audits sowie externen Umweltaudits im Rahmen der Matrixzertifizierung. Jährlich erfassen wir an unseren Produktionsstandorten Wasserdaten wie Wasserverbrauch und Abwassermengen und führen regelmäßig eine Wasserrisikobewertung durch. Die Ergebnisse berichten wir auch über unseren CDP-Bericht.

Kennzahlen im Zusammenhang mit Wasser

Wasser Kennzahlen

 

 

Einheit

 

Consumer

 

tesa

 


Gesamt

Gesamtwasserverbrauch

 

m3

 

577.252

 

153.234

 

730.486

Gesamtwasserverbrauch in Gebieten, die von Wasserrisken betroffen sind, inkl. Gebiete mit hohem Wasserstress

 

m3

 

404.974

 

53.189

 

458.163

Gesamtwasservolumen des zurückgewonnenen und wiederverwendeten Wassers

 

m3

 

161.673

 

0

 

161.673

Gesamtwasserentnahme

 

m3

 

1.432.875

 

452.737

 

1.885.612

Gesamtwasserableitung

 

m3

 

855.624

 

299.503

 

1.155.127

Methoden und signifikante Annahmen

Die Messung der wasserbezogenen Kennzahlen basiert auf vierteljährlichen Dateneingaben, die von den SHE-Manager*innen (Sicherheit, Gesundheit und Umwelt) in den einzelnen Werken bereitgestellt werden. Diese Daten werden über das „Sphera SCCS“-Tool erfasst, das die Standardisierung und Konsolidierung der Informationen über alle Standorte hinweg ermöglicht. Thematische Expert*innen unseres SIM-Teams (Sustainability in Manufacturing) validieren die Daten jedes Quartal, um Genauigkeit, Konsistenz und die Einhaltung der festgelegten Methoden sicherzustellen.

Wesentliche Annahmen umfassen die Zuverlässigkeit der von den SHE-Manager*innen bereitgestellten Daten auf Werksebene sowie die Effektivität des Validierungsprozesses, der durch die Expert*innen des SIM-Teams durchgeführt wird.

Die Daten beziehen sich nur auf unsere Produktionswerke und nicht auf unsere Bürostandorte. Bei allen Daten handelt es sich um Primärdaten, die nicht geschätzt oder extrapoliert wurden.

Derzeit werden die wasserbezogenen Kennzahlen intern von thematischen Experten des SIM-Teams validiert und nicht von einer externen Stelle. Das SIM-Team führt vierteljährliche umfassende Überprüfungen durch, um die Datenintegrität zu gewährleisten und die Einhaltung interner und externer Berichtsstandards sicherzustellen. Obwohl der Validierungsprozess robust ist, könnte eine zukünftige Validierung durch eine unabhängige externe Stelle in Betracht gezogen werden, um die Transparenz zu erhöhen und zusätzliche Sicherheit hinsichtlich der Genauigkeit und Zuverlässigkeit der Kennzahlen zu bieten.

  • Themenfilter

    Seiten nach Themen filtern

    Seiten nach ESRS (European Sustainability Reporting Standards) filtern

    • Allgemeine Angaben
    • Klimawandel
    • Umweltverschmutzung
    • Wasser und Meeresressourcen
    • Biologische Vielfalt und Ökosysteme
    • Biologische Vielfalt und Ökosysteme
    • Arbeitskräfte des Unternehmens
    • Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette
    • Betroffene Gemeinschaften
    • Verbraucher*innen und Endnutzer*innen
    • Unternehmensführung

    Ergebnisse