Geschäftsbericht 2025

Geschäftsbericht 2025

Wirtschaftliches Umfeld

Allgemeine wirtschaftliche Lage

Bruttoinlandsprodukt1

Veränderung zum Vorjahr (in %)

1 Commerzbank Research – Chartbook November/Dezember 2025.

Inflationsrate1

Veränderung zum Vorjahr (in %)

1 Commerzbank Research – Chartbook November/Dezember 2025.

Die Weltwirtschaft verzeichnete 2025 nur ein moderates Wachstum, das durch unterschiedliche Entwicklungen in den großen Wirtschaftsregionen geprägt war. In den USA blieb die Konjunktur solide, getragen von robuster Binnenwirtschaft. Im Euroraum fiel das Wachstum verhalten aus, obwohl sich die Stimmungsindikatoren aufhellten und die Investitionstätigkeit zunahm. In Deutschland endete die Rezession, die Erholung blieb jedoch vor dem Hintergrund struktureller Herausforderungen und externer Belastungen fragil. In China schwächte sich der Wachstumstrend weiter ab, da anhaltende Probleme im Immobiliensektor und eine schwache Binnennachfrage die Wirtschaft bremsten. Insgesamt ging die Inflation in vielen Volkswirtschaften nur langsam zurück. Während sinkende Energiepreise Entlastung brachten, hielt der Inflationsdruck insgesamt an.

Die wirtschaftliche Entwicklung im Euroraum zeigte sich 2025 durchwachsen. Während ein moderates Wachstum zu verzeichnen war, blieb die Dynamik insgesamt verhalten. Die Entwicklung verlief regional unterschiedlich, wobei Länder wie Deutschland und Spanien Impulse zeigten, während andere Länder wie Frankreich weiterhin schwächelten. Die Unternehmensstimmung hellte sich deutlich auf und erreichte den höchsten Stand seit über zwei Jahren, getragen von Dienstleistern und steigenden Investitionen durch gesunkene Leitzinsen. Schwächere Exporte durch US-Zölle belasteten jedoch die Industrie. Die Inflation pendelte sich nahe dem EZB-Ziel ein. Steigende Tariflöhne wirkten preistreibend, während Energiepreise und Importe den Inflationsdruck abmilderten.

Die wirtschaftliche Situation in Deutschland zeigte sich 2025 leicht verbessert, blieb jedoch von Unsicherheiten geprägt. Die Stimmungsindikatoren zogen nach oben und die Rezession fand ihr Ende. Besonders in der Industrie verbesserte sich die Stimmung, trotz stagnierender Auftragseingänge, während der Bausektor einen leichten Aufwärtstrend zeigte, doch der Wohnungsbau verzeichnete keine nachhaltige Belebung. Die EZB senkte im vergangenen Jahr ihre Leitzinsen, deren Wirkung sich allmählich positiv bemerkbar machen dürfte. Der private Konsum legte moderat zu, blieb jedoch nicht stark genug, um die gesamtwirtschaftliche Lage spürbar zu verbessern. Höhere US-Zölle und eine schwache Nachfrage aus China dämpften zusätzlich die Exporte.

Die wirtschaftliche Entwicklung in den USA zeigte sich 2025 weiterhin solide. Robuster privater Konsum und dynamische Investitionen, insbesondere in Infrastruktur der künstlichen Intelligenz, trugen zum Wachstum bei. Der Regierungsstillstand dürfte das Wachstum kurzfristig gebremst haben. Die Konjunktur blieb jedoch insgesamt stabil. Trotz eines hohen Leitzinsniveaus blieben die Finanzierungsbedingungen insgesamt günstig, unter anderem durch zu erwartende Zinssenkungen. Die Inflation entwickelte sich insgesamt gedämpft und die Wirkung der Zölle fiel bisher milder aus als erwartet. Importabhängige Güter zeigen jedoch überdurchschnittliche Preisanstiege. Die US-Notenbank lockerte schrittweise ihre Zinspolitik.

Im Jahr 2025 erlebte die japanische Wirtschaft eine robuste Entwicklung, getrieben durch eine starke Binnennachfrage. Während Exporte und Wohnungsbauinvestitionen vorübergehend zurückgingen, blieben private Konsumausgaben und Unternehmensinvestitionen insgesamt robust. Trotz US-Zöllen hielten Exporte in Nicht-US-Märkte und der Tourismus die Aktivität aufrecht. Dennoch führten temporäre Schwächen bei Exporten und Wohnungsbauinvestitionen im dritten Quartal zu gemischten Ergebnissen. Das im Herbst beschlossene Konjunkturpaket mit Investitionen in KI, Halbleiter und Verteidigung trug zur Stabilisierung und Modernisierung der Wirtschaft bei.

Die Entwicklung in den Wachstumsmärkten ergab ein gemischtes Bild. Im Jahr 2025 stand Chinas Wirtschaft weiterhin unter Druck. Die Binnenkonjunktur blieb verhalten, obwohl staatliche Banken und lokale Regierungen mehr Anleihen zur Unterstützung von Investitionsprojekten ausgeben durften. Während die Industrie von starken Exporten profitierte, verhinderten strukturelle Probleme wie der aufgeblähte Immobiliensektor und die Verschuldung lokaler Regierungen eine breit angelegte Erholung. Hinzu kamen geopolitische Spannungen und höhere US-Zölle, die den Außenhandel belasteten. Die brasilianische Wirtschaft zeigte sich 2025 weiterhin robust. Der private Konsum verlor an Dynamik, während Investitionen durch hohe Zinsen und Unsicherheit gebremst wurden. Die Landwirtschaft blieb ein wichtiger Wachstumstreiber. Die Zentralbank straffte ihre Geldpolitik angesichts anhaltender Inflationsdrucke. Die wirtschaftliche Entwicklung im Nahen Osten beschleunigte sich im Jahr 2025. Trotz anhaltender Konflikte und Ölproduktionskürzungen milderten höhere Ölförderung in GCC-Ländern und starke Ergebnisse in Ägypten die Belastungen ab. US-Zölle wirkten indirekt durch gedämpfte Weltkonjunktur und Rohstoffpreise. Die indische Konjunktur blieb 2025 dynamisch. Private Konsum und Investitionen trieben das Wachstum, unterstützt durch sinkende Zinsen und öffentliche Kapitalausgaben. Dies spiegelte sich in starker BIP-Entwicklung und niedriger Inflation wider, unterstützt durch gute Ernten und sinkende Energiepreise. US-Zölle belasteten jedoch die Exporte. In den südostasiatischen Schwellenländern blieb die Dynamik 2025 auf einem hohen Niveau, kühlte jedoch durch US-Zölle leicht ab.

Absatzmarktentwicklung

Consumer

Consumer

Privater Konsum1

Veränderung zum Vorjahr (in %)

1 OECD.

Das globale wirtschaftliche Umfeld blieb auch im Jahr 2025 herausfordernd. Während sich der Druck in den Lieferketten verringerte, beeinträchtigten geopolitische Spannungen und Handelsstörungen weiterhin die Materialverfügbarkeit und die Kosten. In wichtigen Märkten schwächte sich die Inflation ab, jedoch belasteten weiterhin hohe Zinssätze und Wechselkursschwankungen die Konsumausgaben. Weltweit verlangsamten sich die Hautpflegemärkte deutlich und verzeichneten zuletzt nur ein geringes einstelliges Wachstum. Lokale und Indie-Marken1 gewannen Marktanteile hinzu, während große Hersteller unter Druck standen. Der europäische Massenmarkt zeigte sich widerstandsfähig, getragen von Volumen- und Mixverbesserungen statt von Preissteigerungen. In Nordamerika wuchsen die Segmente Mass Market und Derma kontinuierlich, gestützt durch eine starke Entwicklung im Körperpflegebereich und den zunehmenden Einfluss von Challenger Marken. In vielen Schwellenländern schwächte sich das Wachstum ab, und die Verbraucher agierten zunehmend preisbewusst. Gleichzeitig sind Konsumenten stärker denn je digital vernetzt, was zu einem kräftigen Wachstum im E-Commerce führte und das Kaufverhalten nachhaltig veränderte. Das Premium-Hautpflegesegment sah sich globalen Gegenwinden ausgesetzt, wobei Asien – insbesondere China und Reiseeinzelhandel – maßgeblich zum Rückgang beitrug. Die diskretionären Ausgaben standen weiter unter Druck, und der Reiseeinzelhandel schwächte sich ab, was ein wettbewerbsintensiveres Umfeld für Luxusmarken schuf.

tesa

tesa

Im Geschäftsjahr 2025 war tesa von einem weiterhin herausfordernden und volatilen globalen Umfeld geprägt. Trotz moderat sinkender Inflation und gelockerter Geldpolitik blieb das Wachstum verhalten. Geopolitische Spannungen – insbesondere der Krieg in der Ukraine und Eskalationen im Nahen Osten – sowie wirtschaftliche Unsicherheiten in China und Nordamerika, verstärkt durch neue US-Zölle, verteuern Lieferketten und Produktionskosten. Arbeitsmärkte in Industrieländern bleiben angespannt, während steigende Rohstoff- und Lohnkosten den Kostendruck hochhalten. Nach einem schwachen Wachstum 2024 stagniert die Automobilproduktion, vor allem in Europa, belastet durch Handelsbarrieren (u. a. US-Zölle). Elektronikmärkte erholen sich moderat dank stabiler Nachfrage bei PCs und Tablets sowie Investitionen in KI, während Konsumelektronik nur leicht wächst. Andere industrielle Märkte leiden unter Unsicherheit, Preisdruck und hohen Zinssätzen, was die Nachfrage in Europa und Nordamerika dämpft. Nach den starken Preissteigerungen der Vorjahre bleibt der Konsumgütermarkt 2025 unter erheblichem Preisdruck. Die Nachfrage in entwickelten Märkten, insbesondere in Europa, erholt sich kaum – belastet durch wirtschaftliche Unsicherheiten, hohe Zinssätze und gestiegene Lebenshaltungskosten.

Beschaffungsmarktentwicklung

Im Jahr 2025 hat sich die Entspannung auf wichtigen Material- und Dienstleistungsmärkten weiter gefestigt. Ursächlich dafür waren die verhaltene globale Konjunktur, insbesondere das weiterhin unter den Erwartungen liegende Wachstum in China und Europa, sowie rückläufige Energiepreise und nachlassende Inflation. Auch die Preise für Rohstoffe und Vorprodukte sanken im Durchschnitt nochmals. Eine Ausnahme bildete erneut der Palmölmarkt, der sich durch strukturelle Angebotsengpässe und wetterbedingt schwankende Ernten in Südostasien verknappte. Dies führte zu erhöhten Preisen für Palmöl und palmölbasierte Rohstoffe. In diesem gegenüber dem Vorjahr erneut verbesserten Beschaffungsumfeld konnten wir – in Verbindung mit konsequentem Engpassmanagement und bevorzugten Partnerschaften mit strategischen Lieferanten – Lieferengpässe weiter reduzieren und weitestgehend vermeiden.

Gesamtaussage zu den Rahmenbedingungen

Der globale Kosmetikmarkt entwickelte sich im Jahr 2025 insgesamt verhaltener, bei gegenüber dem Vorjahr nachlassender Wachstumsdynamik, in einem weiterhin herausfordernden makroökonomischen Umfeld. Im Massenmarkt, in dem NIVEA aktiv ist, wurde das Wachstum weiterhin vor allem durch Volumenzuwächse getragen, während der Beitrag aus Preiserhöhungen weiter zurückging. In einzelnen Regionen, insbesondere in Lateinamerika und Osteuropa, entwickelte sich der Markt im Vergleich zu anderen Regionen verhaltener. Der dermokosmetische Hautpflegemarkt verzeichnete eine deutliche Abschwächung des Wachstums im Einklang mit der allgemeinen Marktverlangsamung, auch wenn die anhaltend hohe Nachfrage nach wissenschaftlich basierten Produkten weiterhin stabilisierend wirkte. Skin Care blieb 2025 die wichtigste Wachstums- und Fokus-Kategorie innerhalb des Unternehmensbereichs Consumer und stand weiterhin im Zentrum der Marketinginvestitionen.

Im Unternehmensbereich tesa war das Jahr 2025 weiterhin von wirtschaftlicher und geopolitischer Unsicherheit geprägt: Das Preisniveau blieb in einigen Regionen hoch, was die private Nachfrage dämpfte. Die globale Konjunktur zeigte sich zwar widerstandsfähig, lag jedoch unter Vorkrisenniveau, belastet durch Handelskonflikte, neue US-Zölle, geopolitische Spannungen und fragmentierte Lieferketten. Der Vorstand des Unternehmensbereichs tesa bewertet das Marktumfeld als volatil, doch tesa konnte dank Innovationskraft, Anpassungsfähigkeit und gezielten Investitionen wachsen – insbesondere in Schlüsselindustrien wie Elektromobilität und Elektronik. Auch der Anteil nachhaltiger Klebelösungen und Klebelösungen mit nachhaltigen Materialien wurde weiter ausgebaut.

1 Sind oft unabhängige Marken, die eine klare eigene Identität haben und häufig von lokalen oder spezialisierten Unternehmen geführt werden.

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