Geschäftsbericht 2025

Geschäftsbericht 2025

Beiersdorf AG

Geschäftstätigkeit

Die Beiersdorf AG mit Sitz in Hamburg ist das Mutterunternehmen des Beiersdorf Konzerns. Zum 31. Dezember 2025 beschäftigte die Beiersdorf AG 2.660 (Vorjahr: 2.600) Mitarbeitende. Die Anzahl der in dieser Zahl nicht enthaltenen Auszubildenden lag bei 93 (Vorjahr: 101).

Die Beiersdorf AG führt das Geschäft des deutschen Unternehmensbereichs Consumer und erbringt typische Leistungen einer Holdinggesellschaft für Konzerngesellschaften. Neben dem eigenen operativen Geschäft verwaltet die Gesellschaft ein umfangreiches Beteiligungsportfolio und ist direkt oder indirekt Mutterunternehmen für über 190 Tochtergesellschaften weltweit. In der Beiersdorf AG werden zudem die zentralen Funktionen Planung/Controlling, Supply Chain, Treasury und Human Resources sowie der Großteil der Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten für den Unternehmensbereich Consumer ausgeführt. Darüber hinaus verantwortet die Gesellschaft die regionale Steuerung des europäischen Vertriebs und die Beschaffung von Produkten sowie die weltweite Lizenzverwaltung.

Das operative Geschäft der Beiersdorf AG stellt einen Teil der Geschäftstätigkeit des Beiersdorf Konzerns dar. Die Steuerung erfolgt unternehmensübergreifend auf Basis der im Abschnitt „Leitung und Kontrolle“ des zusammengefassten Lageberichts beschriebenen zentralen Leistungsindikatoren. Ein vollständiger Einblick in diese Leistungsindikatoren kann nur auf Konzernebene gewonnen werden.

Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Beiersdorf AG ist sowohl durch ihre eigene Geschäftstätigkeit als auch durch die Geschäftstätigkeit ihrer Tochterunternehmen in Form von Lizenz- und Dividendenerträgen geprägt. Die wirtschaftliche Lage der Beiersdorf AG entspricht somit grundsätzlich der wirtschaftlichen Lage des Gesamtkonzerns. Auch die Chancen und Risiken sowie die Prognose hinsichtlich der Geschäftsentwicklung der Beiersdorf AG, insbesondere aufgrund der wachsenden globalen politischen und wirtschaftlichen Unsicherheiten und deren potenziellen Auswirkungen auf unsere wesentlichen Beschaffungs-, Transport- und Absatzmärkte, entsprechen weitestgehend denen des Konzerns.

Grundlagen der Abschlusserstellung

Der Jahresabschluss der Beiersdorf AG wird nach den Vorschriften des deutschen Handelsgesetzbuchs (HGB) und des Aktiengesetzes (AktG) aufgestellt. Die für den Jahresabschluss relevanten Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex wurden berücksichtigt.

Ertragslage Beiersdorf AG

Gewinn- und Verlustrechnung der Beiersdorf AG nach HGB(in Mio. €)

 

 

2024

 

2025

Umsatzerlöse

 

1.843

 

1.873

Sonstige betriebliche Erträge

 

96

 

46

Materialaufwand

 

-338

 

-332

Personalaufwand

 

-360

 

-402

Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände
des Anlagevermögens und Sachanlagen

 

-49

 

-50

Sonstige betriebliche Aufwendungen

 

-865

 

-833

Betriebsergebnis

 

328

 

302

Beteiligungsergebnis

 

134

 

72

Zinsergebnis

 

-72

 

-24

Übrige finanzielle Erträge und Aufwendungen

 

20

 

10

Finanzergebnis

 

82

 

58

Ergebnis vor Steuern

 

410

 

360

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

 

-161

 

-154

Jahresüberschuss

 

249

 

206

Einstellung in andere Gewinnrücklagen

 

-1

 

Entnahme aus anderen Gewinnrücklagen

 

 

37

Bilanzgewinn

 

248

 

243

Die Umsatzerlöse der Beiersdorf AG stiegen im Berichtsjahr um 30 Mio. € auf 1.873 Mio. € (Vorjahr:1.843 Mio. €). Sie setzen sich zusammen aus Produktumsätzen im Geschäftsbereich Consumer Deutschland sowie aus Lizenzerlösen und Erlösen aus der Erbringung von Dienstleistungen an Tochtergesellschaften. In Deutschland wurden 1.062 Mio. € (Vorjahr: 1.051 Mio. €) der Umsatzerlöse erzielt, im Ausland 811 Mio. € (Vorjahr: 792 Mio. €).

Das Betriebsergebnis sank um 26 Mio. € auf 302 Mio. € trotz höherer Umsatzerlöse und geringeren sonstigen betrieblichen Aufwendungen aufgrund niedrigerer sonstiger betrieblicher Erträge und gestiegener Personalaufwendungen.

Das Finanzergebnis verschlechterte sich gegenüber dem Vorjahr um 24 Mio. €. Der Rückgang resultiert aus einem niedrigeren Beteiligungsergebnis mit einem Minus von 62 Mio. € infolge geringerer Dividendenausschüttungen und einem um 10 Mio. € verminderten übrigen finanziellen Ergebnis, während sich das Zinsergebnis um 48 Mio. € verbesserte.

Das Ergebnis vor Steuern lag dementsprechend mit 360 Mio. € um 50 Mio. € unter dem Vorjahresergebnis.

Im Jahr 2025 betrugen die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 154 Mio. €. Im Vorjahr hatte der Wert 161 Mio. € betragen.

Der Jahresüberschuss erreichte 206 Mio. € und lag damit unter dem Wert des Vorjahres (Vorjahr: 249 Mio. €). Zudem haben Vorstand und Aufsichtsrat im Rahmen der Feststellung des Jahresabschlusses 2025 entschieden, den anderen Gewinnrücklagen 37 Mio. € zu Ausschüttungszwecken zu entnehmen. Dieser Betrag wurde dem Bilanzgewinn zugeführt.

Vermögens- und Finanzlage Beiersdorf AG

Bilanz der Beiersdorf AG nach HGB(in Mio. €)

Aktiva

 

31.12.2024

 

31.12.2025

Immaterielle Vermögensgegenstände

 

50

 

20

Sachanlagen

 

387

 

409

Finanzanlagen

 

4.860

 

4.575

Anlagevermögen

 

5.297

 

5.004

Vorräte

 

3

 

3

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

 

1.143

 

1.158

Wertpapiere

 

1.030

 

935

Flüssige Mittel

 

124

 

54

Umlaufvermögen

 

2.300

 

2.150

Rechnungsabgrenzungsposten

 

9

 

10

Aktive latente Steuern

 

107

 

65

 

 

7.713

 

7.229

 

 

 

 

 

Passiva

 

31.12.2024

 

31.12.2025

Eigenkapital

 

2.541

 

2.024

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

 

596

 

568

Übrige Rückstellungen

 

360

 

337

Rückstellungen

 

956

 

905

Verbindlichkeiten

 

4.216

 

4.300

 

 

7.713

 

7.229

Das Anlagevermögen sank im Vergleich zum Vorjahr um 293 Mio. €. Dieser Rückgang resultiert im Wesentlichen aus dem Abgang von fälligen sowie einzelner vor Fälligkeit veräußerter Anleihen. Den Zugängen in Sachanlagen von 42 Mio. € standen 20 Mio. € an Abschreibungen auf Sachanlagen gegenüber.

Das Umlaufvermögen verminderte sich im Geschäftsjahr um 150 Mio. € auf 2.150 Mio. €. Darin enthalten sind kurzfristige Wertpapiere in Höhe von 935 Mio. € (Vorjahr: 1.030 Mio. €). Der Rückgang in dieser Position sowie in den langfristigen Wertpapieren in den Finanzanlagen ist bedingt durch den 2025 durchgeführten Aktienrückkauf. Zudem erhöhten sich die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände um 15 Mio. € aufgrund höherer Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Die Verbindlichkeiten sind im Vergleich zum Vorjahr um 84 Mio. € auf 4.300 Mio. € gestiegen. Dies ist im Wesentlichen durch einen Anstieg von Finanzverbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um 231 Mio. € begründet.

Das in der Bilanz ausgewiesene Gesamtvermögen von 7.229 Mio. € befindet sich mit minus 484 Mio. € deutlich unter Vorjahresniveau (Vorjahr: 7.713 Mio. €). Dieser Rückgang im Vermögen sowie der im Eigenkapital von minus 517 Mio. € auf 2.024 Mio. € (Vorjahr: 2.541 Mio. €) resultieren aus dem in 2025 durchgeführten Aktienrückkauf. Danach beträgt die Eigenkapitalquote 28,0 % (Vorjahr: 32,9 %).

Vorstand und Aufsichtsrat schlagen der Hauptversammlung vor, aus dem Bilanzgewinn von 243 Mio. € eine Dividende in Höhe von 1,00 € (Vorjahr: 1,00 €) je dividendenberechtigter Stückaktie (218.523.759 Stückaktien) auszuschütten.

Eigenkapitalquote
Anteil des Eigenkapitals am Gesamtkapital (Bilanzsumme). Gibt Auskunft über die Kapitalkraft und somit über die wirtschaftliche Stabilität eines Unternehmens.
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